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Im Bauch der Mauer – Im Bauch des Berges

Einen Einsatz der besonderen Art “unter Tage“ absolviert der Weidemann 1280 mit Schaufel und Palettengabel in der Schweiz.

Der schweizerische Gigerwaldsee liegt im Calfeisental in der Gemeinde Pfäfers im Kanton St. Gallen. Seit dem Bau der Staumauer und der Anlage im Jahr 1976 produzieren die Kraftwerke Sarganserland KSL jährlich rund 460 Mio. Kilowattstunden Strom. Die KSL ist somit ein wichtiger regionaler Stromproduzent und Arbeitgeber. Das eingespeiste Wasser stammt aus dem Calfeisental und dem benachbarten Weisstannental. Es wird im Stausee Gigerwald gesammelt und läuft in den zentralen Anlagen Mapragg bei Vadura und Sarelli bei Bad Ragaz durch die Stromturbinen.

Man kann zu Recht sagen, dass der Stausee Gigerwald nicht gut zugänglich ist: Er liegt zwischen den fast 2.000 m hohen, schroff und steil aufragenden Kalkwänden am Nordfuß des Ringelspitzes. Der Stausee wird im Westen durch die idyllische, nur im Sommer bewirtete Walsersiedlung St. Martin und im Osten durch die fast 150 Meter hohe Staumauer begrenzt.

Zu erreichen ist der Stausee über Bad Ragaz durch das Taminatal. Die letzte größere Ortschaft ist Vättis. Von dort führt eine Bergstraße und an Sommerwochenenden eine Postautostrecke zur ca. 400 m höher gelegenen Staumauer. Am südlichen Seeufer entlang führt eine schmale Straße durch einige Tunnel zur ehemaligen Walsersiedlung St. Martin. Die Straße ist im Winter wegen Lawinengefahr gesperrt. Der Gigerwaldsee hat aufgrund seiner Abgeschiedenheit eine große Anziehungskraft auf Touristen und kann im Sommer durch Wanderungen erreicht werden. Auch Besichtigungen der Kraftwerksanlagen und des sich anschließenden Geoparks sind möglich.

Ein Weidemann im Einsatz in der Abgeschiedenheit der Schweizer Berge.

Täglich anfallende Transport- und Logistikarbeiten in der Sperrmauer und in den angrenzenden Stollen unter Tage führten dazu, dass die KSL eine Maschine gesucht hat, die mit 30 km/h in den bis zu 15 km langen Stollen zügig fahren kann. Der 1280 von Weidemann wurde für sein Einsatzgebiet entsprechend präpariert und beispielsweise mit einem Partikelfilter und einem biologisch abbaubaren Öl ausgestattet. Um die geringen Durchfahrtshöhen in den schmalen und engen Stollen absolvieren zu können, hat die Maschine ein abklappbares Fahrerschutzdach eps (Easy Protection System) bekommen. Mit den zwei zusätzlichen Arbeitsscheinwerfern an der Schwinge wurden die Sichtverhältnisse unter Tage optimiert.

Bei der Auswahl der Maschine spielte natürlich auch die Wendigkeit eine erhebliche Rolle. Mit ihrem Innenradius von nur 1,42 m und dem maximalen Außenradius inkl. Schaufel von nur 2,91 m kann die Maschine problemlos die Engstellen passieren. Der 1280 vom Weidemann wird auch zur Reinigung und für den Unterhalt der Zuleitungsstollen zum Stausee Gigerwald, aus dem Ort Vättis genutzt. Das Ganze findet bis zu 1 km unter der Erdoberfläche statt. Hier braucht man natürlich eine zuverlässige Maschine. Seit November 2014 verrichtet sie ihren Dienst und falls doch mal etwas „sein sollte“, kann die KSL sich auf den Weidemann Händler Good Maschinencenter AG im Nachbarort bestens verlassen.