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Ein großer Lebenstraum und ganz viel Lebensmut

Ein Reitunfall durchkreuzte ihre Pläne für einen eigenen Pferdehof – doch Margret Adrian gab nicht auf und fand auf Gut Berlinghoff im westfälischen Böne ein neues Zuhause.

Es gibt Schicksalsschläge, mit denen man nicht rechnen kann und die das eigene Leben von Grund auf verändern. So erging es auch der Vermögensberaterin Margret Adrian, die als passionierte Reiterin im Dessurreiten mit ihrem Trakener-Schimmel Cefir bereits die S-Klasse bestritt und konkrete Pläne für den Aufbau einer eigenen Reitanlage hatte. Im November 2014 passierte ihr der tragische Unfall: bei einem Sturz von ihrem Pferd brach sie sich die Wirbelsäule und ist seitdem auf den Rollstuhl angewiesen. Am 1. Weihnachtsfeiertag hat Margret Adrian Geburtstag und die Überraschung war riesengroß, als ihre Tochter und die Reiterfreunde mit ihren zwei Pferden im Anhänger zur Gratulation vor dem Krankenhaus standen. Dieser besondere Moment bewegte sie dazu, ihre Pläne für einen eigenen Pferdehof nicht aufzugeben. Noch im Krankenhaus recherchierte sie für den Kauf eines geeigneten Anwesens und Familie und Freunde haben ihr Projekt tatkräftig unterstützt. Der Plan konzentrierte sich nun auf einen Pferdepensionsbetrieb, der sich an Besitzer von Pferdesenioren richtet, die nicht mehr im aktiven Reitbetrieb gehalten werden können.

Ein historischer Hof und ein großes Vorhaben.

Die Wahl fiel schließlich auf Gut Berlinghoff, das zwischen Hamm und Dortmund liegt. Ein Teil der historischen Fachwerkanlage stammt aus dem Jahr 1839. Auf dem Hof wurde früher für die Gemeinde gebacken, so dass dort auch noch das alte Backhaus zu finden ist. In den Scheunen wurde das Getreide dafür gelagert. „Wir haben den Hof gesehen und sofort gesagt: Das ist es!“ Eine Scheune wurde für 12 Pferde bereits umgebaut. Ausgesprochen großzügige Boxen sind darin zu finden. 2,5 ha Fläche gehören zum Hof, womit der Auslauf für die Pferde gesichert ist, das Futter wird zugekauft. Der Umbau der zweiten großen Scheune zu einer Katzenpension ist in vollem Gange. Die Lage des Hofes ist für dieses Angebot prädestiniert. Gleich mehrere Appartements entstehen in dem großen Wohnhaus. Zusammen mit Margret Adrian werden die Pferdewirtin Anke Barenbräucker und ihr 15-jähriger Sohn Niklas auf dem Hof leben und arbeiten – ein eingeschworenes Team in allen Belangen.

Der 1160 eHoftrac war von Anfang an dabei.

Das direkt benachbarte Wohngebiet brachte Margret Adrian zusammen mit dem Weidemann Verkaufsberater Kai Hohoff von Mesche Landtechnik zum emissionsfreien Lader. „Mit dem eHoftrac können wir hier auf unserem Hof arbeiten, wann immer wir möchten, ohne die Anwohner zu stören. Außerdem brauche ich nur eine normale Steckdose, um die Maschine betreiben zu können – ein Dieselfass wollte ich auch nicht so gern auf dem Hof haben“, so Margret Adrian zu den Vorteilen des Elektro-Laders. Der eHoftrac ist momentan in dualer Funktion unterwegs: Zum einen versorgt er die Pferde mit Heu- und Strohballen, holt das Futter, hilft beim Ausmisten der Boxen und schleppt die Wiesen ab. Dafür stehen eine Schaufel, ein Krokodilgebiss, ein Ballenspieß und eine Palettengabel zur Verfügung. Zum anderen wird ein Teil dieser Anbauwerkzeuge natürlich dazu genutzt, die Bauarbeiten auf dem Hof aktiv zu unterstützen.

Gern besucht das Weidemann Magazin den Hof noch einmal nach Fertigstellung. Wir wünschen Margret Adrian und ihrem Team für die noch anstehenden Umbauarbeiten alles Gute!